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11.09.2009 - Interdisziplinäre Fachtagung zum Schutz bei Kindeswohlgefährdung

Unter regem Zuspruch fand im Rathaus von Mittweida eine Fachtagung zum Thema „Schutz bei Kindeswohlgefährdung – Elternpflicht und interdisziplinäre Verantwortung“ statt.

Eine Fachtagung zum Thema „Schutz bei Kindeswohlgefährdung – Elternpflicht und interdisziplinäre Verantwortung“ fand am Mittwoch unter regem Zuspruch von Fachkräften aus Schulen, Kindergärten, Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Jugendhilfe im Rathaus von Mittweida statt.

Etwa 120 Anwesende, deren tägliche Arbeit durch den Kontakt mit Kindern und deren Familien geprägt ist, folgten der Einladung der Abteilung Jugend und Familie des Landratsamtes Mittelsachsen.

Themen der ganztägigen Veranstaltung waren medizinische, pädagogische und rechtliche Aspekte von Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung.

Der erste Fachbeitrag des Tages „Kindeswohlgefährdung aus medizinischer Sicht“ war wohl der emotionalste Beitrag. Mit vielen eindringlichen Bildern und Berichten aus dem Arbeitsalltag eines Gerichtsmediziners sensibilisierte Oberarzt Dr. med. Thiele vom Rechtsmedizinischen Institut der Universität Leipzig, Außenstelle Chemnitz für die Wahrnehmung von Hinweisen und Zeichen für Misshandlung und Vernachlässigung bei Kindern.

Im weiteren Verlauf standen die Grundrechte und Grundbedürfnisse von Kindern, die Elternrechte und Elternpflichten sowie die Bedeutung einer partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Eltern als Basis für Hilfe, Unterstützung und Kinderschutz im Mittelpunkt.

Die akademische Buchhandlung Freiberg unterstützte die Veranstaltung durch den Verkauf von Fachliteratur zum Tagungsthema.

Als Fazit bleibt die Feststellung, dass Kinder besonders auf fördernde stabile und liebevolle, soziale, kulturelle und ökonomische Bedingungen in Familien und Gesellschaft angewiesen sind. Ihr Schutz kann am Ehesten über wertschätzendes, lernendes und unterstützendes Miteinander aller an Betreuung, Bildung und Erziehung Beteiligten gesichert werden.