Die Leiterin des Jugend- und Freizeittreffs Waldhaus in Penig Bärbel Börngen gestaltet eine Kindertagsfeier für einen Fünfjährigen. Die Einrichtung befindet sich in Trägerschaft des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschland (CJD) Chemnitz. Foto: A. Funke
88 Angebote der Jugendhilfe sollen in diesem Jahr gefördert werden. Insgesamt sind dafür Ausgaben von über 1,6 Millionen Euro geplant, davon kommen 764.000 Euro vom Land. „Infolge des demografischen Wandels stehen uns für diesen Bereich etwas weniger Mittel zur Verfügung als im Vorjahr,“ erklärt die zuständige Abteilungsleiterin Heidi Richter.
Der Jugendhilfeausschuss beschloss in seiner Sitzung in der vergangenen Woche, welche Träger und Einrichtungen unterstützt werden. Voraussetzung ist, dass der Kreistag die Mittel im Rahmen des Haushaltsbeschlusses frei gibt. Erstmals werden in diesem Jahr die ehrenamtlichen Jugendangebote in Königsfeld, Augustusburg und Sayda gefördert. „Gerade im ländlichen Raum sind die Angebote, die durch das ehrenamtliche Engagement getragen werden, sehr wichtig“, so Richter. In den Städten gibt es hauptamtlich geführte Angebote. Hier werden Stellen von Sozialarbeitern kofinanziert. So erhält das Gemeinschaftswerk Frankenberg 64.000 Euro. Diese fließen unter anderem in das Freizeitzentrum der Stadt und in die Finanzierung des Streetworkers. Das Freizeitzentrum Checkpoint in Massanei wird mit 28.000 Euro gefördert und der Deutsche Kinderschutzbund Regionalverband Freiberg e. V. erhält 64.000 Euro.
Die Schulsozialarbeit stellt einen weiteren Schwerpunkt der Jugendhilfe im Landkreis Mittelsachsen dar. In die Städte Döbeln, Mittweida, Rochlitz, Frankenberg, Burgstädt, Freiberg, Brand-Erbisdorf, und Flöha sowie in die Gemeinde Erlau fließen knapp 173.000 Euro. „Hier beginnt sehr früh präventive sozialpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Bei Problemen können frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden“, erklärt die Abteilungsleiterin. Deshalb unterstütze der Kreis auch aktiv diese Angebote. Weiterhin wurde für die Erziehungsberatungsstelle der Volkssolidarität Döbeln ein Zuschuss von rund 156.800 Euro bewilligt, außerdem werden ein Kinder- und Jugendtelefon sowie Projekte im Kinder- und Jugendschutz gefördert.